Ordnung ist ein Prozess: Warum Perfektion nicht das Ziel ist

Hast du manchmal das Gefühl, dass es unglaublich viel Kraft kostet, um dein Zuhause in Ordnung zu bringen? Fehlt dir die Motivation für den Anfang, weil du befürchtest, dass es sowieso nichts bringt? Vielleicht hast du schon anstrengende und überfordernde Aufräumaktionen hinter dir, nur um mitanzusehen, wie sich das Chaos immer wieder seinen Weg bahnt und Anspruch auf dein Zuhause erhebt.

 

Wie fühlt es sich für dich an, wenn ich dir sage, dass eine dauerhafte Ordnung kein großer Kraftakt sein muss? Wie wäre es, wenn du mit nur wenigen Minuten am Tag kontinuierlich eine echte Veränderung bewirken könntest? 

Eines vorab: Ordnung ist kein Endziel, sondern ein Prozess. Sie ist eine Gewohnheit, die du Schritt für Schritt in dein Leben integrieren kannst. Und das Beste ist: mit jedem Schritt und mit jeder Verbesserung machst du dein Leben und deinen Alltag etwas leichter. 

In diesem Artikel möchte ich dir erklären, was dieser Prozess für dich bedeutet und wie du ihn ohne Druck mit einfachen Herangehensweisen und Denkansätzen nutzen kannst, um endlich das Zuhause zu bekommen, das dir gibt, was du verdienst: Freude, Zufriedenheit, Ruhe und Harmonie.

Warum Chaos ganz normal ist

Ganz ehrlich: Das Leben passiert! Spielzeug sammelt sich auf dem Boden, die Küche sieht nach dem Kochen aus wie ein Schlachtfeld, und ehe du dich versiehst, stapeln sich die Wäscheberge. Das bedeutet nicht, dass du unordentlich bist – es bedeutet einfach, dass du lebst! Ordnung ist dynamisch und passt sich deinem Alltag an.

Anstatt also zu glauben, dass du einmal aufräumst und dann für immer Ruhe hast, ist es hilfreicher, eine andere Perspektive einzunehmen: Ordnung ist wie eine Welle – sie baut sich auf, ebbt ab, und mit den richtigen Routinen bringst du sie immer wieder in Balance.

Der Schlüssel: Kleine Schritte, große Wirkung

Lass uns die Perfektion einmal beiseite schieben und uns erlauben, im Rahmen unserer Möglichkeiten vorgehen. "Better done than perfect" ist eine Redewendung, die ich hier gerne einbringe. Für den Anfang ist es vor allem wichtig, den Stein ins Rollen zu bringen und einfache, zu dir passende Methoden zu finden, die langfristig funktionieren. Hier sind einige bewährte Tipps:

  • Zwei-Minuten-Regel: Alles, was weniger als zwei Minuten dauert, wird sofort erledigt. Ein Teller in die Spülmaschine? Sofort. Jacke aufhängen? Zack, fertig. So verhinderst du, dass sich kleine Aufgaben aufstauen.

  • Jeden Tag ein bisschen: Du musst nicht alles an einem Tag erledigen! Nimm dir jeden Tag fünf bis zehn Minuten Zeit, um eine kleine Ecke aufzuräumen – das summiert sich.

  • Mehr raus als rein: Wir besitzen alle viel zu viel und bringen auch tagtäglich neue Dinge in unser Zuhause. Erlaube dir, Dinge auszusortieren - und zwar mehr, als das, was regelmäßig an Dingen bei dir einzieht. Kaufe nur, was du wirklich brauchst und liebst und sortiere alles aus, was für dich keinen Mehrwert hat.
  • Finde dein Ordnungssystem: Nicht jeder ist ein Fan von farblich sortierten Kleiderschränken oder kleinteilig sortierten Boxen. Finde heraus, welcher Ordnungs-Typ du bist (visuell, minimalistisch, detailverliebt oder chaotisch-kreativ) und richte deine Systeme danach aus. Probiere doch einfach aus, womit du dich am wohlsten fühlst.

Feiere deine Fortschritte!

Jeder kleine Schritt zählt! Hast du heute deine Arbeitsfläche aufgeräumt? Super! Hast du den Wäscheberg halbiert? Mega! All das ist Fortschritt und du darfst stolz auf dich sein.

Ordnung ist kein Sprint und kein Zustand, den man einmal erreicht und dann abhakt. Sie ist eine fortlaufende Reise, die dir das Leben erleichtern soll – nicht erschweren. Also sei nachsichtig mit dir selbst, finde dein eigenes Tempo und genieße den Prozess!

 

Mein Ordnungsprozess

Wenn ich mir Fotos von meinem Zuhause anschaue, sehe ich genau, wie sich meine Ordnung immer weiter angepasst hat und Schritt für Schritt zu dem geworden ist, womit ich mich heute so wohl fühle. 

Angefangen mit einem überladenen Zuhause, zu viel Deko und jeder Menge randvoll gefüllter Möbelstücke, habe ich meine Dinge Schritt für Schritt reduziert. Über Jahre habe ich verschiedene Ordnungssysteme ausprobiert und ein Gefühl dafür bekommen, was für meine Familie und mich am besten funktioniert. 

 

Ordnung ist nicht in Stein gemeißelt und sie darf sich immer wieder den Rahmenbedingungen anpassen. Wichtig ist, dass sie zu dir passt und deine Bedürfnisse berücksichtigt.

Finde deinen eigenen Ordnungsweg

Vielleicht siehst du immer wieder Wohnungen, die makellos wirken und fragst dich, warum andere das scheinbar mühelos schaffen, aber du nicht. Anstatt dich selbst zu vergleichen, bitte ich dich, folgende Punkte zu bedenken:

  • Wir sehen immer nur einen kleinen Teil der Wahrheit. Ob die Wohnung nur oberflächlich aufgeräumt ist, sich dafür Wäscheberge voller Krempel in der Badewanne verstecken, ob hinter der Ordnung ein perfektionistischer Zwang steckt oder ob die Ordnung wirklich mühelos ist - vieles kann zutreffen. 
  • Vergleiche dich nicht mit anderen, sondern nur mit deinem eigenen Fortschritt. Wie sah es in deinem Zuhause letzte Woche aus? Was hast du seither alles geschafft? Wie viele Kisten an Sachspenden hast du weggegeben? Du bist auf dem absolut richtigen Weg!
  • Nutze Inspiration als Motivation. Hast du schon einmal eine Wohnung gesehen, die dich sofort begeistert hat, oder ein Café, dessen Atmosphäre dich inspiriert? Statt zu denken: "Warum sieht es bei mir nicht so aus?", frage dich lieber: "Was genau gefällt mir daran – und wie kann ich das für mich umsetzen?"

    Vielleicht sind es die ruhigen Farben, die klare Struktur oder eine besondere Deko-Idee. Notiere dir diese Eindrücke und wähle gezielt Elemente aus, die du in dein Zuhause integrieren möchtest. Wenn du aus Inspiration konkrete Schritte ableitest, wird sie zu einem kraftvollen Antrieb für dein eigenes Wohlfühl-Zuhause!

 

 

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🔹 Top 10 Dinge, die dein Zuhause unordentlich wirken lassen – Entdecke häufige Ursachen für Unordnung und wie du sie vermeidest.

 

Brauchst du Unterstützung? Ich bin für dich da!

Ordnung kann leicht und erfüllend sein – sie schenkt dir mehr Freiheit, Wohlbefinden und Zeit für das, was dir wirklich wichtig ist. Wenn du dir Begleitung auf diesem Weg wünschst, unterstütze ich dich gerne dabei, ein Ordnungssystem zu finden, das genau zu dir passt.

 

Falls du noch mehr praktische Tipps suchst, folge mir gerne auf Instagram @deinordnungshelfer für regelmäßige Inspiration und leicht umsetzbare Ordnungs-Hacks!

 

 

 


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